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BVLOS in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: Wo Sie wirklich fliegen dürfen

TL;DR – Brandenburg und MV bieten die höchste Dichte an nutzbaren BVLOS-Testflächen in Deutschland - ehemalige Militärflugplätze, TrÜbPl-Randlagen und Ostseeküste. Corridor aggregiert diese Standorte in einer Buchungsschicht mit vorbereiteten Genehmigungspaketen. Kein Standort ist 'einfach mal so' verfügbar - jede Nutzung braucht Vorlauf, Versicherung und einen qualifizierten Range-Officer.

Warum ausgerechnet Brandenburg und MV?

Beide Bundesländer haben aus historischen Gründen große Flächen mit geringer Bevölkerungsdichte, ehemalige NVA- und Sowjet-Militärflugplätze sowie aktive Bundeswehr-Truppenübungsplätze. Für UAS-Tests bedeutet das: wenig Konflikt mit zivilem Luftverkehr, wenig Anwohner, wenig Naturschutzhürden - und Landespolitik, die Defence-Investitionen aktiv sucht.

Brandenburg hat mit der Ostflanke-Strategie und dem entstehenden Luft- und Raumfahrtzentrum Strausberg klare Signale gesetzt. MV zieht mit dem DLR Neustrelitz, WTD 91 Meppen (grenznah) und dem Sondervermögen-Standort Rostock nach.

Welche Standort-Typen sind für BVLOS geeignet?

Vier Kategorien haben sich in der Praxis bewährt: (1) Ehemalige Militärflugplätze mit intakter Piste und Umzäunung - ideal für UAS bis 25 kg, Vertical Take-Off Tests und Payload-Integration. (2) Rand-Zonen aktiver TrÜbPl (Bergen, Lehnin, Wittstock, Klietz) - erlauben Test in Kombination mit realen militärischen Zielen. (3) Ackerland-Cluster mit kooperativen Grundeigentümern - flexibel, günstig, aber mit hohem Genehmigungsaufwand pro Kampagne. (4) Küstenabschnitte und See-Testfelder - für Maritime UAS und Kombi-Tests Land/See.

Corridor kuratiert diese Standorte nicht öffentlich, sondern qualifiziert sie fallweise für den jeweiligen Test. Grund: Standortpartner wollen keine wahllose Anfragenflut - nur solche Startups, die tatsächlich buchen und Compliance liefern.

Höhenbänder und Luftraum-Realität

Standard-BVLOS ohne ED-R endet in Deutschland faktisch bei 120 m AGL. Für Defence-relevante Höhen (>150 m, teilweise > 600 m) ist eine ED-R oder ein militärisches TRA-Zeitfenster nötig. In BB und MV gibt es bereits bestehende TRA-Strukturen, die für neue Slots wiederverwendet werden können - das spart 4-6 Wochen gegenüber Neuanträgen.

Wichtig: Selbst innerhalb einer ED-R gilt das Prinzip 'Detect and Avoid' - bei bemannten Fremdflügen (Rettungshubschrauber, Polizei) muss der Test unterbrochen werden. Corridor stellt den Range-Officer, der genau diese Kommunikation mit DFS/Center übernimmt.

Vorlaufzeiten und Kampagnen-Rhythmus

Ein neuer Standort, den Corridor bisher nicht qualifiziert hat, braucht 8-12 Wochen bis zur ersten nutzbaren Kampagne (LOI, Genehmigungen, Versicherung, Rahmenvertrag). Ein bereits qualifizierter Standort kann in 3-4 Wochen bebucht werden. Wiederholungs-Kampagnen auf demselben Standort in 5-10 Werktagen.

Wer als Startup regelmäßig testen will, sollte über das Corridor-Batch-Modell nachdenken: Fünf Ventures teilen sich eine Woche Standort-Kosten, Range-Officer und Genehmigungen - Kosten pro Venture sinken um 60-70 Prozent gegenüber Einzelkampagnen.

Häufige Fragen

Kann ich in Brandenburg BVLOS ohne ED-R fliegen?

Bis 120 m AGL mit SORA-Genehmigung: ja. Darüber oder mit RF-Störtests, Waffensimulation, Nachtflug: nur mit ED-R oder in einem militärischen TRA-Zeitfenster.

Ist die Ostseeküste MV für Maritime UAS nutzbar?

Ja, es gibt ausgewiesene See-Testfelder und Küstenabschnitte, die Corridor mit den zuständigen Landes- und Bundesbehörden koordiniert. Vorlauf typischerweise 8 Wochen.

Was kostet ein Testtag in BB oder MV?

Zwischen 4.000 und 15.000 EUR pro Tag, je nach Standort, Genehmigungslage und Sensor-/Range-Officer-Bedarf. Batch-Weeks reduzieren die Pro-Tag-Kosten deutlich.

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