Geschwindigkeit zählt
Das Zeitfenster schließt sich. 2029 beginnt heute.
Die Bundeswehr geht davon aus, dass Russland bis 2029 die Fähigkeit zu einem großflächigen Konflikt gegen NATO-Staaten erreichen könnte. Gleichzeitig wächst der Verteidigungshaushalt schneller als die Fähigkeit, neue Systeme zu erproben und einzuführen. Kapital ist aktuell nicht der Engpass, sondern Zeit. Corridor verkürzt den Weg zwischen Entwicklung, Erprobung und Beschaffung.
Heute dauert es oft 12-18 Monate, bis ein System erstmals realitätsnah getestet werden kann. Corridor reduziert diese Zeit auf wenige Wochen.
/ 01 - Der Druck
Warum Geschwindigkeit zur strategischen Fähigkeit wird.
Der 2029-Horizont
Russland baut Streitkräfte und Industriekapazität systematisch aus. Deutsche Beschaffung braucht historisch 10-15 Jahre. Die Herausforderung ist nicht das Budget. Sondern die Zeit bis zur Einsatzreife.
Geschwindigkeit, nicht Geld
183 Milliarden Euro bis 2030 lösen kein Problem, wenn ein Prototyp 18 Monate auf seinen ersten Test wartet. Die Bundeswehr reformiert ihre Beschaffungsregeln und öffnet den Markt für Start-ups. Deutschland muss nicht nur Budgets, sondern Erprobungszyklen verkürzen.
Die kritischen Technologien
Autonome Systeme, Counter-UAS, elektronische Kampfführung und KI lassen sich nicht ausschließlich simulieren. Sie benötigen realitätsnahe Testumgebungen mit operativen Randbedingungen.
Hybridbedrohungen sind real
Sabotage, GPS-Störungen, Drohnenüberflüge und Angriffe auf kritische Infrastruktur zeigen: Hybridbedrohungen sind längst Teil der europäischen Sicherheitsrealität.
Internationale Vorbilder
Ukraine Brave1, US DIU, UK Defence Innovation: andere Staaten investieren systematisch in schnelle Validierungsprozesse. Deutschland braucht eine vergleichbare Infrastruktur. Corridor schafft sie.
Validierung als Engpass
Zwischen Entwicklung und Beschaffung fehlt eine standardisierte Validierungsplattform. Startups entwickeln. Behörden beschaffen. Corridor verbindet beides mit einer operativen Testinfrastruktur.
/ 02 - Region
Vom Atlantik in die Ostflanke.
Verteidigungsfähigkeit in Europa entsteht entlang einer Linie: Verstärkung kommt über den Atlantik in die deutschen Nordseehäfen, wird umgeschlagen und läuft über Land und Ostsee an die NATO-Ostflanke. Corridor bildet genau diesen Korridor ab - vom Hafenschutz in Bremerhaven über die Marinetechnik-Räume der Ostsee bis zu den großflächigen Übungs- und Sperrgebieten in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Große Testräume, bestehende Luftraumstrukturen und geringe Besiedlungsdichte schaffen Voraussetzungen, die in weiten Teilen Europas kaum noch verfügbar sind.
Großflächige militärische Infrastruktur
Vorhandene Sperrgebiete und geringe Besiedlungsdichte ermöglichen Testumgebungen, die andernorts kaum noch realisierbar sind.
ED-R-Sperrgebiete und BVLOS-Korridore
Etablierte Luftraumstrukturen für unbemannte Systeme jenseits der Sichtweite. Corridor bündelt diese bestehenden Strukturen zu einem einheitlichen Zugang für Unternehmen und Behörden.
Ostsee als maritimes Testfeld
NATO-Binnenmeer mit direktem Zugang zu Bündnispartnern (Polen, Dänemark, Schweden, Finnland) und realistischen Bedingungen - von Flachwasser bis Eisrand. Für maritime Autonomie, Unterwassersysteme und ISR.
Spektrum- und EW-Räume
Kontrollierte Frequenzbereiche für elektronische Kampfführung, GNSS-Jamming-Tests und RF-Erprobung sind in dicht besiedelten Regionen Deutschlands nur mit erheblichem Aufwand oder gar nicht realisierbar.
Direkte Ostflanken-Relevanz
Geografisch näher an der NATO-Ostflanke als jede andere deutsche Region. Topografie, Klima und operative Bedingungen entsprechen dem wahrscheinlichsten Einsatzraum.
Politischer Rückenwind
Beide Landesregierungen haben Defence und Dual-Use als Standortstrategie verankert. Behörden sind ansprechbar, Genehmigungen werden priorisiert, Industrieansiedlungen aktiv unterstützt.
Bremerhaven: Der atlantische Zulauf
Die Nordseehäfen sind der Eintrittspunkt transatlantischer Verstärkung. Mit dem Ausbau zur NATO- und Bundeswehr-Logistikdrehscheibe entsteht ein eigener Testbedarf: Hafenüberwachung, C-UAS über Kaianlagen und Verladeschiffen, Taucher- und Seebodendetektion, Schutz von Seekabeln und Umschlagflächen. Corridor führt diesen Knoten als geplanten Testraum.
Schleswig-Holstein: Marinetechnik-Kern
Wasserschall, Torpedo- und UUV-Erprobung sowie Signaturmessstrecken in der Eckernförder Bucht und die Ostsee-Schießplätze Todendorf/Putlos bilden den technischen Kern maritimer Erprobung in Deutschland. Zugang läuft über Bundeswehr und BAAINBw - Corridor vermittelt und dokumentiert.
/ 03 - Plattform
Eine Plattform für Innovatoren und Bedarfsträger
Corridor ist die zentrale Betriebsplattform für militärische Testinfrastruktur entlang der NATO-Ostflanke. Defence Unternehmen erhalten kuratierten Zugang zu Testmöglichkeiten, Equipment, Sicherheitsprozessen und Unterstützung bei Genehmigungen, Versicherung und Logistik. Aus komplexen Einzelprozessen wird ein standardisierter Ablauf.
Verteidigungsfähigkeit in 2029, braucht schnelleres Go-to-Market
